Samstag, 3. März 2012

SOLO-Taufe

Freitag, 02.03.2012, 15:00 Uhr lokal, Goodyear, Arizona, USA:
Am Pool der Ausbildungseinrichtung einer nicht gerade kleinen deutschen Fluggesellschaft versammelt sich eine mit Fligerkombi uniformierte, dem größten deutschen Luftsicherungsunternehmen angehörige Menschenmenge um ihre jüngsten Zöglinge mit einer angemessenen Zeremonie in den edlen Kreis der alleinflugtauglichen Piloten des "Unternehmens" aufzunehmen...

Einer der Zöglinge ist Leutnant Julius Dreesbach.

Seinen Freunden/Verwandten/Liebsten einen Eindruck von dem angedeuteten Zeremoniell zu vermitteln, dient der folgende, durch Bildbeiträge aufgelockerte Bericht:

Nachdem für das Leibliche Wohl aller Beteiligten und der Gäste, bestehend aus Mitstreitern der Luftfahrt von der bereits schon erwähnten großen deutschen Fluggesellschaft und der Oxford-Flying-Shool (Schickt jeden in die Luft, der mit den Scheinchen weht..), mit 250 Burgern und ausreichend Kehlen-Schmiere bestens gesorgt war...


... war es soweit, den offiziellen Part zu bestreiten. Zuerst verlor der Flight-Commander (Auf gut Deutsch auch als "Klassenlehrer" zu beschimpfen) ein paar warme Worte über seine Erfahrungen und Eindrück mit und von seiner ersten Klasse als Flight-Commander. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass er mit der umjubelten "Class 010/12" sowohl den Gipfel als auch das Tal gesehen hat und das mehrmals innerhalb der letzten Wochen. =) Insgesamt hat es die Class aber jedes Mal geschafft, sich, zur Freude des Commanders, immer wieder aus dem Tal auf den Gipfel zu retten.

Nun durfte jeder involvierte Fluglehrer vor die versammelte Menge treten, um diese illustren Runde von den Vorzügen seines "Student-Pilots" zu überzeugen. Diese Kurzvorträge von Didaktisch/Methodischer Brillianz endeten nicht selten in euphorischen Lobgesängen über die dann doch mehr Dädalus- denn Ikarus-ähnlichen aviatischen Verhalten. Auch der Lehrmeister des, in der Hauptrolle dieses Beitrages besetzten Schülers Leutnant Dreesbach, Major Kopp, kam zum Zuge und stimmte in die vorher dargebotenen Wortbeiträge seiner Kameraden mit ein bevor er seinem "Padawan" die lang ersehnte Urkunde überreichen konnte, welche fortan als Zeugnis eines "Excellenten Solo-Fluges" dienen wird.



Desweiteren ist ein solches Zeremoniell mit ein paar Traditionen verbunden. Die erste besteht darin, dass die Fluglehrer die Schüler sprichwörtlich ins "Kalte Wasser" schmeißen. Hiermit wird dem Schüler nochmals symbolisiert, was es heißt, zukünftig alleine mit allen Situationen im Cockpit zurechtkommen zu müssen, ohne sich auf den sicheren Rettungsring (--> Fluglehrer) verlassen zu können.


Und da es Militär-Piloten nunmal auf sich halten, nicht für die Geradeaus-Fliegerei gemacht zu sein, gehört es für einen Debütanten auch dazu, den geschenkten Schwung in eine galante Drehung umzuwandeln..

Diese "Low-Pitch-Attitude" in der finalen Flugphase des Flugschülers Dreesbach kann hier nur als beispielhaft angesehen werden!
Da Piloten sich ein wenig mit Naturgesetzten auskennen, da es nunmal zu ihrem täglichen Brotverdienst gehört, haben sich die Schüler auch redlich bemüht, ein Gleichgewicht bezüglich der absoluten Feuchte auf Körperaußen- und Innenseite herzustellen. Dass es einen Grund zu Feiern gab, war zu diesem Zeitpunkt also nur nebensächlich. ;)


Der zweite Programmpunkt im Aufnahmeritual im Kreis der "Solo-Jocks" bestand nun in der Eichung des primären Messinstruments eines Piloten für die aktuell anliegende G-Zahl in Körperlängsachse. Hierbei handelt es sich um eine Kraft, die im Volksmund gerne als "Vielfaches des Körpergewichts" Erwähnung findet. Da ein Pilot in seiner sitzenden Tätigkeit im Cockpit also diese Kraft mit ihrem Hauptvektor primär im "Gluteus Maximus" (--Voll im Arsch-- Anm. d. Red.) wahrnimmt, hat es sich in diesen Kreisen eingebürgert, dass der auftretende Druck bei 2G (da die Tradition wohl unverändert von der zivilen Seite übernommen wurde, liegt der Richtwert hier noch bei 2G! Eine Abänderung auf die in Militärkreisen eher üblichen 4G wird zur Zeit geprüft!), also dem doppelten des eigenen Körpergewichts, durch einen entsprechend beherzten Schlag auf den nassen Hintern im Masse-Gedächtnis des Körpers verfestigt wird.

Hierbei lässt es sich der Chef der Staffel natürlich nicht nehmen, die Schüler nach der Ausübung der "Lehrtätigkeit" direkt wieder in eine Flugphase zu schicken, damit das soeben erlebte Gefühl auch in der richtigen Schublade des Langzeitgedächtnisses --IM FLUG-- abgelegt wird.


Mit der finalen Landung im kühlen Nass war dann auch der offizielle Teil der Veranstaltung beendet und es konnte das Signal "Feuer Frei" gegeben werden, womit das "Buffet" dann auch schleunigst eröffnet wurde.


So kamen dann alle Beteiligten in den Genuss, bei Musik, Burgern, Bier und Sonne bis in die Abendstunden zu feiern und ließen damit die neuen Solisten hochleben.

Der Andrang an der "Burger-Assembly-Line" zeugte von der Qualität der angebotenen Speisen.
Der Autor dieses Beitrages möchte sich vor allem beim Soundtrack zur Entstehung des epischen Meisterwerkes bedanken:

Flo Rida ft. Sia - Wild Ones
Calvin Harris - Feel so Close
Cobra Starship ft. Sabi - You make me wanna
Afrojack ft. Eva Simons - Take over control
Awolnation - Sail
Alexandra Stan - Boy you make me high
Gym Class Heroes - Ass back home
David Guetta ft. Sia - Titanium
Foo Fighters - Learn to fly



Die Dankworte der Hauptrolle Julius Dreesbach gehen an die Freundin, die Eltern, die Freunde und einfach jeden, der mindestens einmal kurz an ihn gedacht hat, was ihn mindestens dazu veranlasst hat, diese Seite aufzurufen und sich die vielen Worte durchzulesen.



3 Kommentare:

  1. Dass ihr immer mit euren Anziehsachen baden gehn müsst... *kopfschüttel*

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  2. Schön geschrieben - vlt werd ich ein zwei Phrasen (=>oder Bilder :P ) in alt bekannter Manier abkupfern ;))))

    lieben Gruß

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