Hallöchen!
Nach unserem Ausflug nach Austin ist in letzter Zeit hier einiges passiert! Zuerst hab ich ja jetzt eine Beschäftigung gefunden und gehe reiten. Als wir zum Thanksgiving Dinner der Juniors League eingeladen waren dachte ich, packe ich die Gelegenheit am Schopf und frage mal die einheimischen Amerikaner, ob diese einen Reitstall oder Ähnliches wissen, an denen ich meine bisherigen "Reitkünste" vertiefen kann. Leider habe ich auch hier wieder zu hören bekommen, dass es in unserer Umgebung recht spärlich mit Reitställen (in der Form, in der wir sie kennen) aussieht. Aber ich wurde an eine Dame verwiesen, die ein paar Pferde ihr Eigen nennt und bei der ich mein Glück mal versuchen sollte.
Ich also nix wie hin zu ihr und gefragt, ob sie etwas weiß für mich...prompt kam die Einladung, sie in der nächsten Woche zu Hause zu besuchen und mir ihre "Herde" mal anzuschauen. Jill, so heißt die Gute, lebt auf einer Ranch und züchtet Rinder. Wie es sich natürlich für eine Ranch gehört, dürfen auch ein paar Pferde und ein echter Cowboy nicht fehlen. Diesem werde ich in Zukunft ca. 2-mal die Woche bei seiner Arbeit zu Pferde etwas zur Hand gehen und ein bisschen von ihm lernen. Ist zwar nicht wie der Unterricht bei der Marion, aber immerhin hab ich so meinen Po im Sattel! Mein Pony, das ich hier in der nächsten Zeit reiten werde, heißt Nicholas (oder einfach nur Nick) und ist ein 6-jähriger Quarter Horse-Wallach, sowie Doug´s (der Cowboy von dem ich sprach) 3. Arbeitspferd.
Und damit ihr euch einen kleinen Eindruck verschaffen könnt, wie es auf der Ranch sowie in der Umgebung aussieht, habe ich ein paar Schnappschüsse gemacht:
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| Haus von Jill mit einem Teil des Grundstücks |
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| Zufahrt zur Ranch (links leben die Bullen) |
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| Andere Straßenseite mit 2. Teil des Grundstücks (hier sind die Kühe und auch die Pferde "untergebracht") |
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| Teil der Working-Station |
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| aus einer anderen Perspektive |
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| Working-Place zum Kälbchen zählen etc. |
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| Unsere "Sattelkammer" |
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| Darf ich vorstellen: Nicholas |
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| Doug auf Shadow, einem 3-Jährigen Appaloosa |
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| Beim Ausritt...es muss ja nach den Kühen und Kälbchen geschaut werden |
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| vorm Umdrehen |
Ja, also ich muss mich auf jeden Fall umgewöhnen mit den Pferdchen hier...zum Tüdeln sind die leider weniger, da es einfach Arbeitstiere sind. Dafür würde ich mit Nick in Deutschland auch Trails gehen können, weil ich mittlerweile gelernt habe, wie ich vom Pferd aus Gatter auf- und wieder schließen kann! Nur Kühe dürften noch ein Problem sein, die würden mit noch entwischen :) Auf jeden Fall werde ich jetzt hier langsam in die Materie eingeführt und hoffe, auch so noch viel zu lernen! "Ausreitgelände" ist genug vorhanden, wir waren gut 1,5 Stunden unterwegs und sind an keiner Stelle des Geländes von Jill 2 Mal vorbeigekommen. (Perusha Schatz, für dich wäre es hier ganz schlimm, weil überall Kühe unseren Weg kreuzen! ;-)
Dann war ja letzte Woche auch noch bei uns der ungefähr 2. wichtigste Feiertag in den USA - Thanksgiving.
Da unser deutsches Thanksgiving-Dinner ja schon vor ein paar Wochen veranstaltet wurde, waren wir diesmal bei den Freunden von Uli und Kai, den Amerikanern aus seiner Flight, eingeladen. Angefangen hat es ab ca. 16:00 Uhr, was ich etwas seltsam finde, da es ja ein Dinner ist, aber anscheinend ist es hier normal. Zu essen gab es dann Truthahn, Ham, Mashed Potatoes, Mashed Sweet Potatoes mit Pecan-Nüssen, Broccoli-Casserole, Maiskolben, natürlich Stuffing (welches den Truthahn leider nie gesehn hat, aber das ist hier auch normal), Gravy, eine Art Brötchen und als Nachspeise Chocolate Creme-Pie und was auf keinen Fall fehlen darf und super lecker ist - Pumkin-Pie! Anbei ein Bild des Buffets:
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| *mjamm* |
Nachdem alle gut gesättigt waren, haben die Männer sich dem TV zugewandt und Football geschaut und die Damen haben den Abend bei einem Tratsch ausklingen lassen. Mittlerweile fällt es mir auch nicht mehr allzu schwer auf Englisch ein Gespräch zu führen sowie der Unterhaltung zu folgen und müde wie am Anfang werde ich auch nicht mehr so schnell :)
Am Tag nach Thanksgiving drehen die Amerikaner durch: es ist Black Friday!!! Endlich startet hier in Amerika die Weihnachtseinkaufssaison mit enormen Discounts! Das Ganze geht soweit, dass Bekloppte sogar an Thanksgiving vor Geschäften kampieren, nur um als Erster um Mitternacht die besten Angebote absahnen zu können. Aber ich muss schon sagen, gerade bestimmte Elektronik-Artikel waren bis zu 50 % reduziert...also wer sich schön mit riesigen Fernsehern und so eindecken möchte, muss auf nächstes Jahr warten. Julius und ich haben allerdings den freien Freitag genutzt, um nach einer GEMEINSAMEN Yogastunde (Kai und Uli waren auch dabei) nach Dallas zu IKEA zu fahren um dort für unser neues Zuhause endlich mal Shoppen zu gehen. Natürlich habe ich auch von dort ein paar Fotos mitgebracht!
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| Hach - wie Daheim! |
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| sogar das Restaurant ist fast wie zu Hause |
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| auch die Köttbulla schmecken hier extrem gut! |
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| Schockmoment! Mein Ludde heißt hier Rens! :-O |
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| gut dass man 2 Wagen zusammen schieben kann, damit der ganze Kram drauf passt... |
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| Der Wagen war natürlich auch noch voll :-D |
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| gut dass wir so ein riesiges Auto haben |
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| passt wie die Faust aufs Auge! |
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| auch das Kleinkram-Zeug hat seinen Platz gefunden |
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| Alles sicher verstaut? Dann kann es ja wieder nach Hause gehn.... :-( |
Für mich war der Besuch bei IKEA wie ein Stückchen Heimatluft schnuppern...und dann auch noch alles neu kaufen für das zukünftige Zuhause...hach war das schön! Leider fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, aber dann hat man wenigstens einen Grund, nochmal hinzufahren :) Etwas erschöpft vom Powershopping waren wir dann abends um 9 wieder daheim und haben unsere ganzen Schätze erstmal zu den Hahns in die Garage verfrachtet. Die beiden sind so nett und geben unseren momentan überflüssigen neuen Möbeln ein Übergangszuhause.
Und nachdem das lange Wochenende noch nicht voll genug war, ging es am Samstag nach einem ausgedehnten Frühstück bei IHOP (International House of Pancakes *mjamm*) am Nachmittag mit Uli und Kai sowie Rachel und Eddie (Freunde von den beiden) noch zu einem Ausflug in die Wichita Mountains. Ja, ihr habt richtig gelesen, wir haben hier Berge...wenn auch nicht so hoch wie daheim, aber immerhin ist es ein Anfang! Auch hier habe ich ein paar tolle Bilder im Wildlife-Refuge geschossen. Dieser Besuch war sicherlich nicht der Letzte dort! Aber seht selbst:
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| Prairie Dogs |
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| die einfach so rumlaufen :-D |
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| freie Bisons beim Mittagsschlaf |
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| kurz warten, bis die Longhorn-Herde die Straße überquert hat |
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| Stausee |
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| Sonnenuntergang |
So, und nun das eigentlich Schönste zum Schluss! :-D
Damit ich hier tagsüber nicht so alleine bin, haben Julius und ich uns entschlossen, Eltern zu werden! Das dürft ihr aber nicht falsch verstehen, ein Kind kommt uns vorerst nicht ins Haus, deswegen fangen wir mit der Vorstufe an :) Seit Montagabend sind bei uns 2 kleine Kitten eingezogen, die wir vor dem Kill Shelter gerettet haben. Wenn wir den beiden kein Zuhause gegeben hätten, dann wären sie bald nicht mehr unter uns und dass konnte ich nicht zulassen!
Darf ich vorstellen?
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| Cleo | |
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| Mittlerweil geht schlafen auch schon ganz gut |
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| Azrael |
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| am Relaxen... |
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| noch ein bisschen verschlafen |
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| ziehen wir jetzt dann bald um? Also ich wär soweit! |
Ich hoffe, dass ich den beiden ein wunderschönes langes Leben geben kann und dass die beiden sich bei uns Zuhause immer wohl fühlen werden!
Aber das Allertollste ist, das während ich diese Zeilen schreibe, die beiden aneinander gekuschelt neben mir liegen, schlafen und schnurren! Ich hätte nie geglaubt, dass dieses Geräusch so beruhigend und schön sein kann! An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal bei Julius bedanken, der mir die beiden Zwerge nun ermöglicht! Ich liebe dich dafür und für noch viel mehr!
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| *schnurr* |
Da der Eintrag etwas lang wurde, ich langsam etwas müde und es morgen um dreiviertel 5 für mich wieder heißt "Bitte ein Taxi zur Arbeit", werde ich mich nun in die Nachtruhe begeben. Ich wünsche Euch allen eine schöne Restwoche! Liebe Grüße an alle Daheim!!! Fühlt Euch gedrückt!
Dani
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