Mittwoch, 27. Februar 2013

Ein bisschen Urlaub schadet nie...

Hallo meine Lieben!

...deswegen habe ich mir eine Auszeit aus meinem "ach-so-stressigen-Alltag" hier in Wichita Falls genommen und bin dem Ruf meiner Nachbarin und Freundin Meghan gefolgt, die mich zu sich nach Hause in ihre Heimatstadt Seattle eingeladen hat.
Nach einem gut 3,5-stündigen Flug von Dallas/Fort Worth am 16.02. kam ich gegen 21:30 Uhr in Seattle an. Natürlich hat mich die Stadt mit dem begrüßt, was man erwartet - Regen und Kälte. Nachdem ich bei Meghans Eltern sehr freundlich empfangen wurde, habe ich mein eigenes Zimmer bezogen (mein "Gastpapa" hat extra auf mein Kopfkissen Hershey´s-Schokolade gelegt wie es sich für ein 5-Sterne-Hotel gehört!) um ausgeruht in den nächsten Tag zu starten.

Mein Hotel in Brier
Dieser begann dann morgens um 7 mit einem Blick aus dem Fenster. Erst konnte ich es fast nicht glauben, aber es war toll - alles war grün! Die Tannen, die Bäume, der Rasen! Wie zu Hause :)
Aber seht selbst





Nach einem kurzen Frühstück hieß es dann für Meghan, die Kinder Emmit und Eulabee (sie wird übrigens Julabi ausgesprochen) und mich in die Kirche, wie es sich für Amerikaner am Sonntag gehört. Leider waren wir eine Stunde zu früh da, deshalb durften wir auch noch bei der Biblestudy-Stunde zuhören bevor der richtige Gottesdienst dann begann. Das Ganze aber nicht wie bei uns in einer Kirche, nein, die Örtlichkeit war eher wie bei uns das örtliche Pfarrheim.

Nach gut 2 Stunden war ich dann erlöst (zwischenzeitlich war es für mich nicht mehr ganz so einfach, der Predigt zu folgen :) und wir traten den Heimweg an. Zu Hause wurde dann "Kinderübergabe" gemacht und Meghan und ich konnten uns auf den Weg in das nahe Städtchen Edmons begeben. Da es nun auch schon früher Nachmittag war und unsere Mägen knurrten, gab es Lunch in einem Restaurant direkt am Wasser. Wir hatten Glück und unser Tisch war direkt vor einem Kamin mit direktem Wasserblick! :)





Gut gestärkt mit Seafood ging es dann anschließend zu einem Strandspaziergang zum nahen Fähranleger.  Und wie es der Zufall so wollte, hat sich auch die Sonne blicken lassen. Gutes Essen, Wasser, Sonne und frische Luft - was braucht man noch mehr?


Wohnen an der Küste... *hach*

Am Montag hieß es dann für uns "Let´s go to the Mall - today!", da Wichita Falls zwar über eine Mall verfügt, die aber nicht mal ansatzweise an unser OEZ herankommt und eher wie das AEZ in Dachau anmutet. Die Auswahl war riesig und ich war besonders froh, einen Shop zu finden: H&M! Gut ausgestattet mit ein paar neuen/alten Lieblingstops von zu Hause und gestärkt mit Thai-Curry ging es dann nach einem, was auch sonst, White Coffee Mocca von Starbucks alleine mit dem Auto zurück nach Hause. Die anderen hatten mich im Vorfeld zurückgelassen, da die Kinder dringend ihren Mittagsschlaf brauchten.

An diesem Tag stand dann für mich auch noch eine Premiere an! Ich durfte mit Meghan und ihrer Mama zu meiner 1. Babyshower gehen. Für diejenigen, die nicht wissen was das ist, eine kurze Erklärung.

Eine Babyshower ist eine Party für eine Schwangere kurz vor der Entbindung, die entweder von der Familie, Freundinnen, Arbeitskolleginnen oder sonstigen weiblichen Bekannten und Verwandten ausgerichtet wird und in der die werdende Mutter sprichwörtlich "geshowerd" (also geduscht) wird mit Geschenken für das Kind und die werdenden Eltern. Meistens ist dies auch gleichzeitig eine Mottoparty und dauert ca. 2 Stunden. Hauptbestandteil ist dabei Ratschen, Essen in Form von Fingerfood und natürlich das Auspacken der Geschenke.
Anbei ein paar Eindrücke was die Amerikaner hier für einen Aufwand betreiben:

leider schon etwas ausgesucht, aber es gab reichlich zu Essen!


eine kleine Auswahl der Gifts für die werdenden Eltern

Am Dienstag, dem schönsten Tag der ganzen Woche vom Wetter her gesehen, ging es für unser kleines Grüppchen auf hohe See. Eine Fährfart von Mukilteo im Norden Seattles auf die Insel Whidbey stand an. Bei schönstem Sonnenschein, eisigen Temperaturen und starkem Wind haben wir die Überfahrt sehr genossen und dabei das wunderschöne Bergpanorama genießen können!



Die Insel selbst haben wir dann zu Fuß erkundet und in einem gemütlichen kleinen Diner dann eine riesige Pizza zum Lunch verdrückt.

Pizza mit gegrilltem Gemüse und Feta




Vollgefuttert ging es nach einem kleinen Spaziergang am Strand mit dem Bus zurück zur Fähre und auf den Weg nach Hause.
Emmit und ich

Panorama von der Fähre aus

Man sieht an der Nase und den roten Backen dass es doch ganz schön frisch war :)

Die für uns nun ungewohnte viele Bewegung (wer geht denn schon in Texas spazieren, wenn man die Strecke auch mit dem Auto zurücklegen kann?!) sowie die frische Luft taten ihr Übriges und so ließen wir den Abend am Kamin mit einem Buch ausklingen.

Eigentlich sah jeder Abend für mich so oder ähnlich aus!

Unser Mittwoch begann für Meghan, ihre Mutter sowie den Kindern und mir schon recht früh. Um 9:30 Uhr sind wir, man möchte es ja fast nicht glauben in Amerika, mit dem BUS nach Downtown Seattle gefahren. Auch hier hatten wir wieder Glück mit dem Wetter und konnten mein Sightseeing-Programm mit dem 1. Punkt beginnen:
- Erste Starbucksfiliale Amerikas - Das Ganze hört sich jetzt spannender an als es eigentlich ist. Man kann in dem Laden nämlich nicht mal seinen Kaffee trinken da es nichts zum Sitzen gibt. Sehr selbst:

1. Starbucks Store at Pike Place, Seattle

Ich war da und hab mir sogar einen Thermobecher für zu Hause gegönnt....
 Der 2. Punkt war dann der Pike Place Market. Das Ganze ist eine Mischung aus Fisch-, Gemüse- und Obst-, Blumen- und Künstlermarkt. Ich hätte ihn mir größer vorgestellt, aber es war trotzdem sehr schön. Vor allem, weil die Familie von Meghans Mutter den Markt mitgegründet hat und sie deshalb eine Menge Leute dort kennt. So kam es, dass ich als deutscher Besuch in den Genuss von ca. 0,5 Pfund Räucherlachs zum Probieren kam, nachdem ich schreien aufgefordert wurde "GERMAN, come over and get some samples!!!!!" :) Das hat sich dann noch durch den gesamten Lebensmittelbereich gezogen und am Ende war ich eigentlich schon pappsatt. 

Meghan, Linda, Eulabee und Emmit 




Auch schön ist, wenn du Fotos machen willst, weil ein Fisch durch die Gegend geworfen wird und du ihn dann fast ins Gesicht bekommst. Das untere der beiden Bilder zeigt leider nicht mehr, dass der Fisch am Ende noch gut 2cm von meiner Kameralinse entfernt war :-( 



Um ein wenig verdauen zu können, bevor es zum Mittagessen geht (ich glaube, dass ist bei den Amerikanern die wichtigste Mahlzeit! Ohne Mittagessen geht gar nichts!!) haben wir uns entschlossen, eine Fahrt mit dem recht neuen "Seattle Great Wheel" zu machen.


Das schöne daran ist, dass man seine Runden direkt über dem Wasser dreht und somit einen wunderbaren Blick auf den Hafen und die Spaceneedle bekommt.


Ich gebe es zu, das Foto habe ich nicht selbst geschossen.

Hungrig ging es dann endlich weiter zum Mittagessen ins "Ivar´s Seafood Restaurnt" wo ich mir Fish and Chips und die anderen Clamchouder (eine art Muschelsuppe) schmecken habe lassen.


Meine Seattletour war damit aber noch nicht beendet. Da es für die Kids Zeit für ihren Mittagsschlaf war, habe ich beschlossen, einfach alleine weiter zu ziehen. Auf meinem Plan stand nämlich noch die Underground-Tour, von der ich im TV gehört und unbedingt selbst sehen wollte. Hier kann man, für ein paar Dollar, eine geführte Tour in den Untergrund von Seattle unternehmen und auf den Gehwehgen des späten 19. Jahrhunderts laufen. Für die Geschichte, die dahinter steckt, bitte hier klicken.

Warum sollte man Müll auch wegräumen, wenn man eh drüber baut?

Im Anschluss bin ich dann bei leichten Regen zu meinem Ausgangspunkt, der Bushaltestelle zurückgelaufen.
Für meine reitsportbegeisterten Mitleser aus dem Stall, habe ich auch noch ein Foto geschossen, welches ich persönlich richtig super finde!







Ja, ihr seht richtig! Die berittene Polizei von Seattle besteht aus "Cowboys"! *Liebe* Da würde ich doch gleich anfangen wollen! Im Anschluss daran ging es dann mit dem übervollen Bus nach Hause, wo ich mich bei einem heißen Kaba und Suppe aufwärmen konnte.

Nachdem am Donnerstag so rein gar nichts los war und ich die Ruhe zu Hause genießen konnte (alle waren ausgeflogen und ich war ganz allein), hieß es dann am Freitag für mich "Schnipp, schnapp - Haare ab!" oder so ähnlich. Nach gut einem halben Jahr hab ich es endlich geschafft, hier einen Frisörtermin zu vereinbaren ohne Angst haben zu müssen, falsch verstanden zu werden und plötzlich mit einem modischen Kurzhaarschnitt in pink den Laden zu verlassen. :)


Das war dann auch das Highlight des Tages.
Samstag hieß es dann nach dem Kofferpacken auch schon ab zum Flughafen :-( Traurig wieder ins "öde" Texas mit dem miesen Trinkwasser zu müssen bin ich dann am frühen Abend in Dallas gelandet, wo ich von Julius abgeholt wurde.
Mein Fazit der Woche "Urlaub am Meer" lautet ganz klar: SEATTLE - IMMER WIEDER!!! Es war ganz bestimmt nicht das letzte Mal, dass mich diese Stadt gesehen hat! Ich kann wirklich jedem nur empfehlen, wenn sich die Gelegenheit bietet, der Stadt einen Besuch abzustatten. :)

Mit einem Bild der "Skyline" auf dem Weg zum Flughafen verabschiede ich mich jetzt in meine Nachtruhe!



Euch allen eine schöne Woche!
eure Dani

P.s.: Wer Rechtschreib-, Grammatik- und sonstige Fehler findet, darf sie gerne behalten! ;-)

1 Kommentar:

  1. Cool das klingt echt super, ich will auch mal nach Seattle :) Die Underground Tour klingt gut!
    LG Lydia

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